Gold Anlagen und Steuern – muss man in Deutschland Steuern auf Goldeinkäufe verrichten?
Gold ist nach wie vor eine der interessantesten und sichersten Investitionsmöglichkeiten, die es gibt und Menschen aus allen Ländern springen derzeit auf den modernen „Goldrausch“ auf und vergrößern ihre Portfolios. Viele Investoren aus Deutschland fragen sich, wie es denn mit der Besteuerung beim Goldkauf aussieht und ob sich diese Investition auch nach Abzug von Steuern noch lohnt.
Der Erwerb von Gold ist eigentlich sehr einfach zu bewerkstelligen und wer sich dafür interessiert, Gold in seine Portfolios aufzunehmen, der wird schnell die entsprechenden Händler finden, wo sie sich Gold in allen erdenklichen Gewichtsklassen kaufen können. Allerdings erkennt man erst auf den zweiten Blick, dass doch mehr dahinter steckt wie man zuerst denken mag. Während es früher noch Gang und Gebe war, sich Gold in Form von Münzen oder gleich in Barren zu kaufen, haben sich heute eine Menge alternativer Möglichkeiten etabliert, sich Anteile auf dem Goldmarkt zu sichern. Man kann sich heute auch einfach Gold in Form von Zertifikaten, Terminkontrakten, als ETF und ETC-Lösung und in Fonds kaufen.
Bei all diesen unterschiedlichen Möglichkeiten sollte man beachten, dass es kleine aber feine Unterschiede gibt, wie der Fiskus die einzelnen Produkte handhabt und wie hoch die zu entrichtenden Steuern ausfallen. Die gesetzlichen Regelungen bezüglich Gold waren in Deutschland lange Zeit alles andere als Gewiss, bis endlich zu Beginn der Jahrtausendwende eine Gesetz erlassen wurde, dass Investoren von Anlagegold, dazu zählen unter anderem Barren, Münzen und Plättchen, von der Mehrwertsteuer befreit sind.
Eine ebenso wichtige Steuer ist die sogenannte Anbgeltungssteuer, die besonders berufliche Händler trifft. Diese Regelung besagt, dass man als Händler die Gewinne mit einem Satz von 25% besteuern muss. Glücklicherweise ist Gold auch in Deutschland von dieser Steuer befreit und somit kann man getrost Gold in sein Portfolio mit aufnehmen. Allerdings sollte man sich vor dem Erwerb von Gold immer erneut informieren, wie es aktuell mit den Regelungen zum Kauf von Gold aussieht, um auch wirklich auf Nummer sicher zu sein. Die Regelungen ändern sich in Deutschland leider immer wieder und auch Fachmänner verlieren manchmal schnell den Überblick und können nicht genau sagen, wie der aktuelle Stand der Dinge im Bezug auf den Goldkauf ist.
Derzeit muss man allerdings keine Steuern entrichten und somit sollte man noch bald auf den Goldzug aufspringen, bevor es zu spät ist. Wer bereits vor Jahren in Gold investiert hat, der hat sich Gewinne von mehreren hundert Prozent gesuchter und selbst wenn man diese besteuern müsste, währe das nicht weiter schlimm.
Gold oder Aktien – wo liegt der Unterschied?
Viele neue Anleger fragen sich, ob sie lieber in Gold investieren sollen oder sich doch für den Erwerb von Aktien entscheiden sollten. Dabei sollte man stets bedenken, dass es sich um zwei völlig verschiedene Anlageprodukte handelt, die beide ihre Vor- und Nachteile haben.
Der Vorteil, den man bei der Investition in Gold hat ist, dass die Preisstabilität besser ist als auf dem Aktienmarkt. Zwar entstehen auch bei den Goldpreisen Schwankungen und Preisdifferenzen, die aber in einem vernünftigen Rahmen liegen und sich somit als lang-zeitliche Investition lohnen. Hier muss unterschieden werden, ob man physikalisches Gold oder Gold in Form von ETPs kauft.
Bei Aktien sieht das ganze etwas anders aus: Hier ist die Preisstabilität nicht garantiert und es kann schon mal passieren, dass enorme Kurschwankungen entstehen, die dann im Endeffekt dafür sorgen, dass der Stop-Loss erreicht wird und die Aktien verkauft werden. Der Stop-Loss ist ein vom Händler vorab definierter Preis, bei dem die Aktien automatische verkauft werden, wenn dieses Preisniveau erreicht wird. Dies sorgt dafür, dass der Händler nicht mehr Verluste acht als es nötig ist, wenn er mit seiner Prognose falsch liegt. Beim Kauf von Aktien setzt man immer auf einen guten Betrieb einer börsennotierten Firma, während man bei Gold nur auf das Produkt selbst setzt und dieses völlig unabhängig von vielen wirtschaftlichen Faktoren ist, die es beim Erwerb von Aktien zu beachten gibt.
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die Volatilität auf dem Markt. Während bei Gold eine hohe Volatilität herrscht, ist dies auf dem Aktienmarkt nicht immer der Fall. Unter Volatilität versteht man den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Wenn die Volatilität zu gering ist, dann sind beide Seiten nicht gut ausgeglichen und es können zum einen hohe Kursschwankungen (sogenannte Gaps) entstehen. Das größere Problem ist aber, wenn man bei Aktien auf der Seite der Käufer steht und bemerkt, dass man falsch liegt und die Preise stets sinken. Nun will man sein Depot am liebsten auflösen, steht aber aufgrund der geringen Volatilität vor einem Problem: Man findet niemand auf der Gegenseite und kann seine Wertpapiere nicht los werden.
Diese Problematik ist beim Kauf von Gold nicht anzutreffen, da aufgrund der eher geringen Kursschwankungen immer jemand auf der Gegenseite zu finden ist. Gold wird häufig als sicherer Hafen betitelt und eignet sich vor allem in Zeiten einer sich anbahnenden Inflation, während sich die Entwicklung der Akteinkurse unabhängig einer Inflation entwickeln. Dies sollte man stets mit bedenken, bevor man sich entscheidet, ob man lieber in Gold oder Aktien investieren will.Fakt ist jedoch, dass beide Investitionsmöglichkeiten ihre Tücken haben und man sein Portfolio am besten streut und nicht sein ganzes Geld auf ein Pferd setzt.
Gold und Silber: Die Unterschiede bei den Investitionen
Immer mehr Menschen kommen auf die Idee, sich mit Gold oder Silber einzudecken, um eine Vorsorge für das Alter zu haben. Viele wissen aber nicht so Recht, ob sie nun lieber in Gold oder Silber investieren sollen. Hier erklären wir die wichtigsten Unterschiede zwischen Gold und Silber als Anlage.
Silber galt schon vor vielen Jahren als das „Gold des kleinen Mannes“. Dies heißt nicht, dass die Investition in Silber weniger lukrativ ist, sondern lediglich, dass die Anschaffungspreise geringer sind als Gold. In Silber können auch Menschen investieren, die nicht so viel Geld übrig haben und dennoch ihr Portfolio erweitern wollen. Was beide Edelmetalle gemeinsam haben ist, dass es sich um relativ sichere Anlagemöglichkeiten handelt und diese Produkte nicht mit der industriellen Produktion in Verbindung stehen, wie es bei Aktien der Fall ist.
Der große Unterschied liegt bei den Aufschlägen, die gerade bei Kleininvestoren zu spüren sind. Bei Gold und Silber ist es so, dass je höher der Wert der Münzen bzw. je größer die Barren sind, desto weniger hoch die Gebühren für den Kauf ausfallen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum professionelle Investoren dazu raten, lieber etwas länger zu sparen und sich einen größeren Barren, anstatt mehrere kleine zu kaufen. Bei Silber fällt der zu entrichtende Aufschlag allerdings generell etwas höher aus als es bei Gold der Fall ist. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Kurse einen höheren Gewinn erwirtschaften müssen, um profitabel gehandelt werden zu können.
Was man zudem bedenken sollte ist, dass die Wertstabilität bei Silber nicht ganz so hoch ist wie bei Gold. Dies bedeutet, dass man bei einer Investition in Silber stets mit höheren Kursschwankungen rechnen muss, was nicht für jeden Investor und seiner gewählten Strategie von Vorteil ist. Bei Gold herrscht eine höhere Wertstabilität, wobei auch hier Schwankungen verzeichnet werden, die allerdings in einem nicht so hohen Ausmaß sind, als es bei Silber der Fall ist. Wer also mit hohen Preisunterschieden nicht leben kann und stets auf eine konstante Wertentwicklung wert legt, der sollte die Investition in Gold bevorzugen.
Bei Gold wurden in den letzten Jahrzehnten enorme Kursentwicklungen verzeichnet und die aktuelle Tendenz ist steigend. Derzeit liegen die Gold und Silberpreise auf Hochpunkten und es besteht eine große Chance, dass beide Edelmetalle noch weiterhin steigen werden. Für den Zeitpunkt des Kaufes sollte man sich allerdings noch einen anderen Zeitpunkt aussuchen, da die Preise wieder ein Stück zurück fallen, bevor sie den Auftrend wieder in Angriff nehmen.
Kurz und knapp kann man sagen, dass sowohl Gold als auch Silber eine interessante Investitionsmöglichkeit sind und in einem Portfolio nicht fehlen sollten. Die Preise für die Anschaffung von Gold liegen höher als die von Silber, jedoch kann man so auch mit einer höheren Rendite rechnen.
Krugerrands für die Goldinvestition
Wer nicht das nötige Kapital für den Erwerb von Goldbarren aufbringen kann, jedoch trotzdem in die Wertanlage Gold investieren will, der sollte sich Krugerrands genauer ansehen. Dabei handelt es sich um Münzen, die sich besonders wegen ihres geringeren Preises auch für Kleininvestoren eignen.
Der Krugerrand wurde im Jahre 1067 in Afrika geprägt und gilt auch heute noch als offizielles Zahlungsmittel in dieser Region. Allerdings verhält es sich in der Praxis eher so, dass die Menschen diese Münzen rein als Investition betrachten und nur selten als Bezahlungsmitzel verwenden. Es hat allerdings gewisse Vorteile, dass diese Münzen als offizielles Zahlungsmittel fungieren: Man hat als Investor die Möglichkeit, Krugerranden vom Land ein- oder auszuführen ohne Mehrwertsteuer entrichten zu müssen. Daher eignet sich der Krugerrand als effektive Goldinvestition.
Der Krugerrand kann auf eine lange und spannende Erfolgsgeschichte zurückblicken, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Seit der ersten Prägung des Krugerranden in den 70er Jahren nahm diese Goldmünze steil an Beliebtheit zu und immer mehr Menschen kauften diese kleinen Goldmünzen als Absicherung einer Inflation oder anderen wirtschaftlichen Unruhen. Zwischen den Jahren 1986 und 1999 gab es allerdings Sanktionen aus der EU und den USA, die dazu führten, dass die Importe von Krugerrandmünzen gestoppt wurden. In dieser Zeit wurden diese Münzen sogar teilweise wieder eingeschmolzen. 1999 war es dann allerdings wieder soweit, dass der Krugerrand wieder importiert werden durfte und die Erfolgsgeschichte nahm wieder ihren gewohnten Lauf.
Wer sich für den Kauf von Krugerrandmünzen entscheidet, hat eine gute Wahl getroffen. Diese Münzen können bei allen möglichen Banken und weiteren Verkäufern im Internet erworben werden. Hier gilt allerdings, die Bedingungen und Konditionen sowie Preisaufschläge zu beachten und miteinander zu vergleichen. Man kann die Krugerrandmünzen in Stückelungen von 1, ½, ¼ und 1/10 Münze erwerben. Professionelle Investoren raten allerdings davon ab, sich für die kleinen Stückelungen zu entscheiden, da man hier in Relation zu den größeren Stückelungen einen höheren Aufpreis bezahlen muss, der dann im Endeffekt wieder die Gewinne verzehrt. Bei Goldbarren verhält es sich übrigens genau so: Je kleiner der Barren ist, desto höher ist der zu entrichtende Aufpreis.
Man sollte auch vorsichtig sein, da es beim Krugerranden, wie bei allen anderen Investitionsmöglichkeiten auch, Betrüger gibt, die gefälschte Produkte anbieten. Wer stolzer Besitzer einer Feinwaage und eines Messeschieber ist, der kann erste Tests machen, um festzustellen, ob die Münzen auch echt sind. Folgende Merkmale müssen Krugerranden erfüllen:
• 32.6 Millimeter Durchmesser
• 33.9305 Gramm Gesamtgewicht
• 2.75 Millimeter Dicke
Krugerranden, die oben genannte Daten erfüllen sind echt. Wer nicht selbst in der Lage ist, die Echtheit eines Krugerranden zu bestimmen, der sollte dies lieber einen Fachmann übernehmen lassen, um Fehler auszuschließen. Beim Kauf sollte man zudem beachten, dass Krugerranden mit der Aufschrift „NP“ keine originalen sind und daher keinen sehr hohen Wert haben. Dabei handelt es sich um Nachtprägungen, die lediglich eine Vergoldung aufweisen.
